Heimat- und Geschichtsverein

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HGV plant Tagesfahrt und „Spaziergang durch Gittelde“

GeehrteHGVDer neugewählte „alte“ Vorstand mit den Geehrten für langjährige Mitgliedschaft. (Foto: Niemann)

Der Heimat- und Geschichtsverein Gittelde wählte Vorstand neu und ehrte langjährige Mitglieder

von Herma Niemann

Gittelde. Auch in diesem Jahr hält der Heimat- und Geschichtsverein Gittelde (HGV) für seine Mitglieder wieder zwei Höhepunkte bereit, die sich bereits in der Planung befinden. Dies verkündete am vergangenen Freitag der Vorsitzende des HGV, Olaf de Vries, auf der Jahreshauptversammlung, die unter großer Beteiligung im Gemeindezentrum stattfand. Zum einen ist am Sonnabend, 26. Mai, der inzwischen traditionelle „Rundgang durch Gittelde“ geplant.
Das Thema wird diesmal „Entlang der alten Heerstraße“ sein. Die Führung mit historischen Hintergrundinformationen wird wie immer Uwe Kipp übernehmen. Gestartet werden soll an der Thüringer Straße auf der Höhe der Werkstatt Tilch, wo man wichtige Punkte aus dem zehnten Jahrhundert entdecken kann. Im Laufe der Zeit sei die Heerstraße dreimal verlegt worden, berichtete Kipp, aber ab dem Jahr 1250 soll sie links der Markau entlang geführt haben. Von dort aus geht der Rundgang dann weiter in Richtung der Grundschule und die Breite und Lange Straße in Richtung Stauffenburg.
Außerdem hat der HGV eine Tagesfahrt nach Bad Frankenhausen/Thüringen zum Panoramamuseum/Bauernkriegspanorama im Angebot. Losgehen soll es am Sonnabend, 6. Oktober, um 8.30 Uhr.
Geplant ist bei der Fahrt auch entweder der Besuch der Caféstube Limlingerode oder die Besichtigung der Brennerei in Nordhausen. Für Anfang November hat der HGV für meine Mitglieder geplant, ein traditionelles Schlachteessen auszurichten.
Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung berichtete der Vorsitzende, Olaf de Vries, über die gelungenen Aktionen im vergangenen Jahr, wie die Klönnachmittage, die Fahrt nach Quedlinburg und den Handwerkermarkt. Hierbei dankte de Vries allen Helfern und besonders den Junggesellen und den Reservisten, ohne deren Hilfe die Ausrichtung weitaus schwieriger geworden wäre. Da der Handwerkermarkt sehr gut angekommen sei, sei der nächste auch schon wieder in der Planung. Dieser soll im August des kommenden Jahres stattfinden.
Sehr gut seien bei den Kindern und Lehrern der Grundschule die Ausflüge in die Heimatstube angekommen. Das Team Uwe Kipp, Lotte Luck und Brunhilde Nickisch haben dabei durch die verschiedenen Räume geführt und den Grundschülern Wissenwertes aus alten Schulzeiten erklärt. Diese Aktion wolle man auch in diesem Jahr gerne wieder anbieten.
Auf der Tagesordnung standen auch Neuwahlen des Vorstandes, die keine große Änderungen ergaben. Zum Vorsitzenden wählten die Mitgliedern Olaf de Vries, seine Stellvertreterin bleibt Lotte Luck. Kassenführerin bleibt Brunhilde Nickisch, Schriftführern Katrin Kubitzki, der stellvertretende Schriftführer ist Horst Ahrens. Als Beisitzer wurden Karin Blume-Gebhardt, Werner Hartmann, Carola Hennig und Uwe Kipp gewählt.
Ein Grußwort kam von dem Vorsitzenden des Heimatvereins Münchehof, Dieter Pöppe, der seine Freude darüber ausdrückte, mal wieder in Gittelde bei dem befreundeten HGV zu sein. Pöppe wünschte dem Vorstand eine glückliche Hand und weiterhin alles Gute. Im Anschluss wurden Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein geehrt.

Ehrungen
30 Jahre: Dr. Rolf Haeger
25 Jahre: Arndt Beckmann, Dieter Blötz, Helga Henze, Heinz Robbin, Werner Schaper und Marianne Timme
20 Jahre: Walter Fischer, Hildegard Grützner, Elfriede Pohlmann, Friedhelm Weber , Uwe Weiß

Highlights 2017

Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen des Schützen-, Volks- und Junggesellenfestes, mit dem die Schützengesellschaft Gittelde gleich drei Jubiläen feiern konnte. Zum einen konnte die Schützengesellschaft auf ihr 525-jähriges Bestehen und die Jungschützenabteilung auf 40 Jahre zurückblicken und zum anderen besteht die Freundschaft zu der Bundesmusikkapelle Bruckhäusl/Tirol bereits seit 30 Jahren.

Nach dem Abholen der Gittelder und Teichhütter Vereine, Verbände und Gäste sowie der Könige ging es am Freitag unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges Gittelde und der Bundesmusikkapelle vom Schützenhaus aus zum Ehrenmal, wo die traditionelle Kranzniederlegung mit der Pastorin Melanie Mittelstädt erfolgte. Gemeinsam setzte sich der Umzug anschließend in Richtung Sportplatz in Bewegung, wo die offizielle Eröffnung der Festtage mit dem Zapfenstreich der Bundesmusikkapelle stattfand und die Jugendabteilung ihre eigene Fahne aus der Hand der ersten Vorsitzenden erhielt. Der anschließende Kommersabend im Festzelt wurde ebenfalls von der Bundesmusikkapelle eröffnet und bot später Tanzmusik mit dem Duo „Madison“. Vorher wurden aber noch die Sieger des Firmen-, Vereine-, Institutionen- und Familienschießens bekanntgegeben:

  • Firmen-Schießen: Galkes scharfe Schützen (161), Fleischerei und Party Service Rudolf Rahn (160), Spänex Ritter (156)
  • Vereine-Schießen: Reservistenkameradschaft1 (171), Harzklub1 (169), DLRG3 (168)
  • Familien-Schießen: Kubi1 (169), Wiese (168), Mylius Die Querschläger (166)
  • Institutionen-Schießen: Feuerwehr3 (170), Fahrteam Northeim (169), Rotzvoller2 (168)

Weiter ging es am Samstag mit dem Platzkonzert, das in diesem Jahr vor dem Kiosk von Marion Hauck stattfand. Ein weiterer Besuchermagnet war am Nachmittag der große Festumzug, der mit dem Fahnenspiel und Böllerschüssen des Böllerclubs Förste eingeläutet und von vielen schaulustigen Gitteldern, aber auch von zahlreichen Auswärtigen, am Straßenrand begleitet wurde.

Ein Höhepunkt des Schützen-, Volks- und Junggesellenfestes in Gittelde war nach dem Zeltgottesdienst und dem gemeinsamen Frühstück unter musikalischer Begleitung der Bundesmusikkapelle Bruckhäusl/Tirol am Sonntagmittag die Proklamation der neuen Majestäten, die im Festzelt vorgenommen wurde:

  • Großer König : Harald Hampel
  • Großer Ringkönig: André Rosenthal
  • Große Ringkönigin: Mandy Meier
  • Kleine Ringkönigin: Andrea Kipp
  • Pistolenkönigin: Lea Schikorra
  • Jugendkönig: Robin Walter
  • Volkskönig: Olaf de Vries

 Am Montag fand der bunte Umzug der Junggesellen statt. Bei bestem Wetter kamen die Wagen, aber auch Fußgängergruppen zur Aufstellung in der Neustadt zusammen. Dabei haben die Umzugsteilnehmer auch dieses Mal wieder viel Kreativität und Einfallsreichtum bei ihren Kostümen bewiesen. Für über zwei Stunden konnten sich dann die Zuschauer im Ort an dem bunten Treiben erfreuen. Zum Ausklang der Feierlichkeiten gab es ab dem späten Nachmittag noch Stimmungsmusik mit einem DJ auf dem Festplatz.

Darüber hinaus wurden aber auch von vielen anderen Vereinen und Privatleuten Veranstaltungen für ihre Mitglieder aber auch für die Gittelder Bevölkerung organisiert und angeboten. Zu nennen sind u.a.:

  • Das Frauenfrühstück der evangelischen Kirchengemeinde
  • Der Gottesdienst mit Büttenpredigt
  • Das traditionelle Osterfeuer
  • Klönnachmittag mit Buchvorstellung „Studien zur Geschichte der Herren von Gittelde“ des HGV Gittelde
  • Die Thingplatzfete der DLRG Ortsgruppe Westharz
  • Der 7. Pilgerweg und erste Reformationsweg der evangelischen, katholischen und neuapostolischen Kirchengemeinden der Gemeinde Bad Grund
  • „Bayrische Nacht“, die Sommerparty des Junggesellenklubs
  • Der 2. Gittelder Hobby- und Handwerkermarkt des HGV Gittelde
  • Gittelder Adventsfenster mit musikalischen Beiträgen
  • Der 11. Gittelder Weihnachtsmarkt auf dem alten Schulhof
  • Das 33. Geflügelschießen der Schützengesellschaft
  • Der gemütliche Weihnachtsmarkt von Lück´s Laden
  • Aufführung des Adlershofer Krippenspiels kurz vor Weihnachten

Den Anfang des Jahres im Gittelder Vereinsleben bestimmten die Jahreshauptversammlungen. Einen Wechsel im Vorstand gab es beim Spielmannszug Gittelde. Hier übernahm Harald Hartje den Vorsitz von Manfred Walter.

Beim Harzklub Zweigverein Gittelde wurde die bisherige zweite Vorsitzende Kathrin Czepak, die seit dem Tod von Nils Krehan die Leitung des Vereins weitergeführt hatte nun einstimmig zur ersten Vorsitzenden gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Andreas Mai.

Aber auch der Wechsel im Amt des Jugendwartes beim TTK Gittelde Teichhütte war für den Verein ein emotionaler Moment. Friedrich Giesecke hatte sein Amt über 27 Jahre ausgeübt und wird seinen Nachfolger Jürgen Niemann noch eine Weile tatkräftig unterstützen.

Die DLRG-Westharz gründete einen Förderverein, nachdem 15 Personen zu einer Gründungsversammlung zusammenkamen. Nach kurzer Diskussion wurde die Gründung beschlossen, der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Harm-Heiko de Vries, 2. Vorsitzende Annette Leditschke-Friederichs, Kassierer Frederik Hartmann, Schriftführerin Christine Fähmel und als Beisitzer Anna-Lena Lösch, Thomas Meier und Wilfred Hartmann.

In einer Feierstunde wurde Thomas Kaufmann für seine 23jährige Vorstandsarbeit beim MTV-Gittelde und zusammengerechnet 61 Jahre im Ehrenamt vom Turnkreis Osterode mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Für eine erneute Kandidatur als erster Vorsitzender stand er aber auf der Jahreshauptversammlung des MTV nicht mehr zur Verfügung. Leider konnte der Vorstand keinen Kandidaten präsentieren, auch aus der Versammlung erklärte sich kein Mitglied bereit, sodass die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Nicole Weber und Nico Riehn den Verein bis zur Wahl eines Vorsitzenden leiten werden.

 

Nach fast drei Jahren intensiver Suche ist Anfang des Jahres nun mit der leerstehenden Wohnung in der Grundschule Gittelde ein geeigneter Jugendraum gefunden worden, der im Spätsommer eröffnet werden konnte.

Ansonsten war die Grundschule der Gemeinde Bad Grund stets Thema im Ortsrat. Während Anfang des Jahres noch über den Bau des Notausgangs gesprochen und entschieden wurde, kristallisierte sich die Schulwegesicherheit als ein wichtiges Thema heraus. Etwa 16 der 177 Grundschüler werden mit dem PKW zur Schule gebracht, was zu erheblichen Problemen durch das „wilde Parken“ führt. Im Sommer wurde ein Maßnahmenkatalog vorgestellt, der das Versetzen der für die Schulkinder markierten Straßenüberwege und die Einrichtung von absoluten Halteverboten gegenüber dem Schulhofausgang bis zum Feuerwehrgerätehaus, direkt in und hinter der Kurve am Ehrenmal in Richtung Planstraße, sowie rechts von der Gaststätte in der Dr.-Heinrich-Uhde-Straße. Ein absolutes Halteverbot soll auch rechts von der Schule bis zur Hälfte in Richtung Einmündung der Straße Neustadt entstehen. Zudem soll die Straßenlampe vor der Grundschule weiter nach vorne verlegt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Vorfahrtsregelung am Kriegerdenkmal aufgrund der Anordnung seitens der Straßenverkehrsbehörde auf die in Tempo-30-Zonen vorzufindende Rechts-vor-Links-Regelung geändert. Die Kante der Haltebucht für den Schulbus soll im Jahr 2019 so weit nach vorne verlegt werden, dass bei einem haltenden Bus der andere Verkehr ruhen muss.

 

Unter großer Beteiligung beging auch dieses Jahr die Gemeinde Gittelde ihren traditionellen Neujahrsempfang in der Turnhalle der Grundschule. Ehrungen haben erhalten:

 

Schützengesellschaft: Petra Schulz, Sandra Otte, Marc Oppermann, Ursula Köhler, Andreas Wiedemann, Matthias Mylius, Ingo Schikorra, Hans-Heinrich Knocke, Hans-Peter Truckenbrodt, Klaus Köhler, Paul Philipp, Charlotte Schalitz, Janet Heuer, Elisa Härtel, Harald Hampel, Robin Walter, Lea Schikorra, Sarah Wiedemann, Silke Lau.

Forstgenossenschaft Gittelde: Heinz Kronjäger (25 Jahre stellvertretender Vorsitzender),Susanne Bothmann (20 Jahre Rechnungsführerin), Jürgen Biegling (11 Jahre 1. Vorsitzender).

Bücherei Gittelde: Ilonka Prill (25 Jahre Büchereileiterin).

Kirchengemeinde Gittelde: Jürgen Kronjäger (langjähriges Engagement als „helfende Hand“).

DRK-Ortsverein Gittelde: Sonja Ulbrich (Beisitzerin im Vorstand seit 2000), Gerrit Zimmermann (Schriftführer seit 2000), langjährige Helfer bei der Blutspende: Anniela Ahrens, Horst Ahrens, Doris Sawatzki, Dieter Sawatzki, Richard Ulbrich, Elke Riehn, Martina Weiß, Bernward Geudert.

TTK Gittelde-Teichhütte: Erste-Herren-Mannschaft: Mario Brauner, Matthias Galle, Matthias Hartmann, Lothar Lehn, Torsten Mai, Torsten Warnecke

Bester Spieler dieser Klasse mit 33:1 Spielen: Matthias Galle

Bestes Doppel dieser Klasse mit 15:1 Spielen: Mario Brauner, Matthias Galle

Jugendmannschaft: Finn Dröge, Marlon Flügge, Malte Niemann, Aaron Ludwig, Maiko Steffien, Alexander Batzel (Trainer Friedrich Giesecke).

Ehemaliger ehrenamtlicher Ortsjugendpfleger: Wilfried Hartmann.

Männergesangverein Gittelde: Günter Mai (25 Jahre Kassenwart).

Langjähriges Engagement für die dörfliche Gemeinschaft: Ursula Probst, Ute Wiese, Rainer Voigt.

Freiwillige Feuerwehr Gittelde: Toni Hartmann, Fabian Räkel, Normen Schimweg, Tim Kronjäger, Klaus Starfinger.

MTV Gittelde: Shiva Lilly Weber, Felicia Kilyn, Gina Pellegrino, Len Neitzel, Karin Ahfeldt, Linn Winter, Nele Köster, Leon Hahn, Jannes Münnich, Nina Junge, Joeline Bardun, Jonas Ahfeldt, Sophie Löding, Julia Achmus, Louis Schalitz, Antje Bosse, Alessia Pellegriono, Charlotte Schalitz, Sarah Wiedemann, Friedhelm Galla, Ursula Kaufmann, Thomas Kaufmann, Bettina Mellinghausen; Vizemeister Crosslauf Mannschaft: Leon Hahn, Ben Schulz, Jannes Münnich; Tischtennis MTV: Maik Ahfeld, Sascha Erxleben, Stephan Domeyer, Murat Eksi, Mike Friedrichs, Jens Lehn, Udo Hartmann, Markus Kipp, Nils Wittenberg; Fußball: Luca Herr, Tom Fischer, Kadir Ögüt, Louis Schalitz, Niklas Waubke, Michelle Wolf, Joshua Broihan, Jonas Ahfeldt, Marvin Schreyer, Jannik Blum, Janek Hesz, Jannik Fähmel, Luan Fuchs, Nick Fernandez, Jonas Kronjäger (Trainer: Ronald Ahfeldt, Maik Blum).

Das öffentliche Leben in Gittelde setzte ebenfalls seine Akzente:

Seit April stehen in den Ortschaften Bad Grund, Windhausen und Gittelde die neuen schnellen Internet-Anschlüsse der Telekom zur Verfügung. Rund 2.400 Haushalte mit der Vorwahl 05327 können von dem leistungsstarken Netz profitieren.

Marion Hauck hat am 20. Mai nach acht Jahren ihren Kiosk in Gittelde geschlossen. In Ihrem Kiosk drehte der NDR für das Format Panorama 3 unter anderem für eine Reportage zum Thema Strukturwandel in ländlichen Regionen. Die Sendung ist am 23. Mai ausgestrahlt worden.

Die kurzfristig angedachte Modernisierung und Baumaßnahme an den Bahnübergängen des Gittelder Bahnhofs dauern durch ein Planfeststellungsverfahren der Deutschen Bahn länger als erwartet. Mit einer Fertigstellung ist erst nach 2018 zu rechnen.

Das Gittelder Atelier „Im Winkel“ zeigte die Ausstellung „Gefunden, gedeutet und erläutert“ des Künstlers und ehemaligen Kunstdozenten an der Universität Hannover, Hans-Jürgen Giesecke.

Das im alten Fubastandort ansässige Unternehmen MID Solutions erhielt eine Innovationsförderung der NBank für die Weiterentwicklung ihrer Produktionsoptimierung.

Die Pearl GmbH ist neuer Besitzer der ehemaligen Fuba-Immobilie in der Bahnhofstraße, in der bis vor einem dreiviertel Jahr die Jago AG ein Lager und ein Callcenter betrieb.

Mit ehrenamtlichen Engagement des Harzklub Zweigvereins Gittelde sowie durch Sach- und Geldspenden ist die Köthe am Wasserbassin wieder hergerichtet worden. In einer kleinen Feierstunde mit Schnittchen und Getränken wurde sie offiziell eingeweiht.

Bodo Biegling veröffentlichte in diesem Jahr mit einen Nachdruck der Chronik von Otto Dörge aus dem Jahr 1956 sein mittlerweile 6. Jahrbuch „Der Flecken Gittelde“.

Obwohl viele Vereine bei ihren Veranstaltungen schönes Wetter verzeichnen konnten, gab es doch nennenswerte Unwetterereignisse mit Dauerregen und Überflutungen, so wie im Juli, wo das beschauliche Flüsschen Markau über die Ufer ging und den Sportplatz sowie die Ostlandstraße überflutete. Die Feuerwehr musste einen Stromverteilerkasten mit Sandsäcken sichern. Bei dem Einkaufszentrum Edeka in Teichhütte war das Rückhaltebecken übergelaufen, sodass Teile des Parkplatzes gesperrt werden mussten. Ebenso führte das Schlungwasser in Richtung Eisdorf sehr viel Wasser. Die Ortsdurchfahrt von Teichhütte nach Gittelde musste gesperrt werden. Ein großes Problem ist der zu geringe Brückendurchlass an der Markau-Brücke an der Thüringer Straße.

 

Das Ortschronistenteam

Lieselotte Luck, Brunhilde Nickisch und Uwe Kipp

Mitglieder des HGV trafen sich zum Arbeitseinsatz an der Heimatstube

Einige Mitglieder des HGV trafen sich zum Arbeitseinsatz an der Heimatstube, um dem Holzwurm, der zahlreiche Exponate im Stall befallen hatte, den Kampf anzusagen.

HW1

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Einblicke in die Schule von früher

Die dritten Klassen der Grundschule Gittelde machten einen Ausflug in die Heimatstube und erfuhren viel Interessantes über das frühere Schulleben.

GrundschuleHGV1

Gittelde. „Das sieht ja aus wie im Mittelalter“, rief ein Junger gleich humorvoll bei der Ankunft vor der Heimatsstube des Heimat- und Geschichtsvereins Gittelde (HGV). Im Rahmen ihres Unterrichtsthemas „Schule früher und heute“ machten die beiden dritten Klassen am Montag und Mittwoch einen Ausflug in die Heimatsstube, um Einblicke in das Schulleben von früher zu erfahren und die Unterschiede zum heutigen kennen zu lernen. Ausgestattet mit Block , Stift und ganz vielen Fragen wurden die beiden Klassen jeweils in Zweiergruppen aufgeteilt durch die Räume der Heimatstube, in der früher die Schule war, geführt. Die Führungen übernahmen die Mitglieder des HGV Werner Hartmann, Klaus Starfinger, Brunhilde Nickisch, Karola Hennig und Horst Ahrens. Am Mittwoch begrüßte Ahrens die Klasse 3b vor dem ehemaligen Schulgebäude, wo er den Schülern sogleich etwas ganz besonderes erzählen und zeigen konnte, nämlich dass die Riefen an der Außenwand daher rühren, dass man früher Griffel zum Schreiben benutzte. Da es jedoch keine Anspitzer gab, habe man die Griffel an der Hauswand angespitzt, so Ahrens. Im ersten Innenraum durften sich die Kinder gleich auf die hölzerne Schulbank setzen und sich die Schulutensilien von früher, wie die Brottasche, Ranzen und Tuschkasten, genauer ansehen. Ein bisschen hart und eng sei es auf der Bank, sagten die Schüler, fanden die Aktion aber dennoch gut. Die Fragen hatten sie sich bereits vorher im Unterricht notiert , und konnten diese nun bei Horst Ahrens los werden, wie etwa, wie lang so ein Schultag früher war, wie lang der Schulweg war und ob es wirklich früher Ohrfeigen vom Lehrer gegeben habe. Dazu berichtet Ahrens, dass man früher noch sehr großen Respekt vor den Lehrern hatte und diese auf der Straße am besten schon von weitem gegrüßt hatte. Ohrfeigen habe es des Öfteren gegeben, wenn man etwas falsch gemacht oder sich respektlos verhalten habe. „Ich selbst habe etliche Ohrfeigen bekommen“, so Ahrens humorvoll „aber wahrscheinlich war jede davon berechtigt“. Im Nebengebäude der Heimatsstube konnten sich die Schüler die landwirtschaftlichen Geräte und die alten Küchengeräte anschauen, und erhielten so einen Einblick wie früher gekocht, Kuchen gebacken und gearbeitet wurde. Hier berichtete Werner Hartmann unter anderem darüber, wie man selbst Butter herstellte, nämlich durch das Trennen von Milch und Sahne, die anschließend in ein Butterfass geschüttet und so lange gedreht oder gerührt wurde, bis diese fest war und anschließend gepresst wurde.hn

GrundschuleHGV2

Sehr interessiert zeigten sich die dritten Klassen der Grundschule bei der Erkundung der Heimatstube des Heimat- und Geschichtsvereins Gittelde

GrundschuleHGV3

Selbst mal auf einer alten Schulbank zu sitzen und Einblicke in das frühere Schulleben zu gewinnen hat den Schülern besonders gut gefallen

(Fotos: Herma Niemann).

 

Alte Berufe und Handwerkskunst kennengelernt

18 Aussteller präsentierten ihr Handwerk auf dem zweiten Handwerker- und Hobbymarkt des Heimat- und Geschichtsvereins Gittelde.

Gittelde. Auch der zweite Handwerker- und Hobbymarkt, organisiert vom Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Gittelde, zog am vergangenen Sonntag wieder viele Besucher auf den ehemaligen Schulhof vor der Heimatstube in Gittelde. 18 Aussteller hatte das Team des HGV für den Nachmittag gewinnen können, die ihre Handwerkskunst präsentierten, wie etwa Heike Kratzin aus Nienstedt, die am Spinnrad demonstrierte, wie aus der Schafwolle ein Knäuel zum Stricken oder Häkeln entsteht. Frederik Uhde zeigte, wie aus Fichtenstämmen Osterfackeln gemacht werden und Petra Utermöller aus Bad Sachsa erklärte interessierten Besuchern die Kunst des Holzmodel-Drucks. Dazu wird mit einem Schwämmchen pasteuse Farbe auf den sogenannten Model aufgetragen. Traditionsgemäß wird dabei blaue Farbe auf weißem Stoff verwendet. Das Ergebnis ist bis 60 Grad waschbar. „Das ist eine ganz alte Technik“, so Utermöller „und wurde auch das Sticken der armen Leute genannt“. Neben Holzarbeiten, Blumengestecken, selbstgemachten Ringen und Ketten sowie selbsthergestelltem Honig und Lederwaren waren mit Karl-Heinz Wessel und Jörg Meister auch die Salzsieder von Salzderhelden vor Ort, die das alte Handwerk des Salzsiedens mit einer Siedepfanne demonstrierten. Die beiden arbeiten ehrenamtlich im Kultur-Förderkreis Salzderhelden für das Industriedenkmal Alte Saline, in dem immer noch zu musealen Zwecken Sole aus der Tiefe gefördert wird. Salz sei das weiße Gold des Mittelalters gewesen, so Meister, denn früher wurde zum Haltbarmachen viel Salz benötigt. Die Saline aus dem Jahr 1757 am westlichen Ortseingang von Salzderhelden wurde 1963 stillgelegt. Heute ist nur noch der Bohrturm II mit der alten Technik vorhanden sowie der Solebehälter vorhanden. Mit einer Bohrung erreichte man 1859 eine Tiefe von 380 Metern und konnte fortan Sole mit einem Salzgehalt von 26 Prozent fördern.

Die Idee, einen Markt zu veranstalten, sei damals entstanden, um mehr Bürgernähe zum Verein entstehen zu lassen und den Einwohnern Geschichte zum Anfassen zu bieten, so der erste Vorsitzende des HGV, Olaf de Vries. Dieser dankte den Ausstellern für ihre Zuverlässigkeit. Die Organisation habe viel Spaß gemacht, weil so viele helfende Hände sich daran beteiligt hätten. Auch dankte er der Kirchengemeinde für die Unterstützung und die Nachbarschaftshilfe. Beim Ausschank der Getränke sowie am Kuchenbuffet und am Grill engagierten sich die Reservisten und der Junggesellenklub. Ebenso mit einem Stand vertreten war der SoVD und das DRK. Am Nachmittag überreichte die Schützengesellschaft dem HGV ein Tscherper-Messer zur Erinnerung an das 525. Jubiläum des Schützenfestes im Juni diesen Jahres. hn

Modeldruck

Die Kunst des Holzmodel-Drucks präsentierte Petra Utermöller. Die alte Technik galt früher als Stricken der armen Leute.

Osterfackeln

Frederik Uhde zeigte, wie aus Fichtenstämmen Osterfackeln entstehen.

Salzsieder

Jörg Meister und Karl-Heinz Wessel vom Industriedenkmal Alte Saline in Salzderhelden demonstrierten das Salzsieden in einer Siedepfanne und informierten über die Jahrhunderte alte Handwerkskunst.

Spinnrad

Vom Schaf zur Wolle: Heike Kratzin aus Nienstedt saß am Spinnrad und ließ Wollknäuel entstehen.                                               Alle Fotos Herma Niemann.

 

Welterbe-Stadt Quedlinburg erkundet

Mit dem Heimat- und Geschichtsverein Gittelde ging es einen Tag lang in das über 1000 Jahre alte Quedlinburg mit Stadtführung durch die Welterbe-Stadt
Gittelde (hn). Gut gelaunt starteten am Samstagmorgen 45 Teilnehmer mit dem Bus in Richtung Quedlinburg. Zu der Tagesfahrt eingeladen hatte der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Gittelde, dessen Mitglied Harald Hartje ein interessantes Besichtigungsprogramm zusammengestellt hatte.
Nach der Abfahrt am Feuerwehrgerätehaus ging es in Richtung Bad Lauterberg über Rübeland Höhlenort bis zur Rappbodetalsperre, wo eine kurze Pause eingelegt wurde und die Gruppe auch einen Blick auf die vor kurzem fertiggestellte weltweit längste Seilhängebrücke werfen konnte. Am frühen Mittag erreichte der Bus bei bestem Ausflugswetter die Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Am Marschlinger Hof standen bereits zwei Stadtführer bereit, die die Teilnehmer übernahmen.
Einer der Stadtführer war Hans-Joachim Noske, dem die Leidenschaft für seinen Beruf anzumerken war. Noske erklärte, dass ein großer Teil der Stadt zum Weltkulturerbe gehöre und man deshalb auch Fördergelder erhalten habe. „Deshalb sind wir in Quedlinburg auf einem Sanierungsstand, den es ringsum nicht gibt“, so Noske „die Stadt sah lange nicht so schön aus wie heute“. Der größte Arbeitgeber sei die Gastronomie- und Hotelleriebranche. Die Fachwerkhäuser, von denen es rund 3000 Stück gebe, seien historisch gewachsen. Anhand eines sehr eindrucksvollen Beispiels erläuterte der Stadtführer die jahrhundertelange Geschichte Quedlinburgs. Direkt hinter der St. Benedikti Kirche steht eine Reihe Fachwerkhäuser nebeneinander, die aus dem 15., 16., 17. und 18. Jahrhundert stammen, was man anhand der unterschiedlichen Fachwerkbauweisen deutlich sehen kann und ein schönes Beispiel für die Entwicklung in der Fachwerkbaukunst ist. Die Besichtigungstour führte auch durch die denkmalgeschützte Gasse Schuh-Hof, zu dem auch das Schuhmachergildehaus gehört. Das Handwerkerhaus gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und weist Fachwerkformen aus der Zeit um 1550, mit Lehm verstrichene Windbretter, auf und ist das älteste erhaltene Gebäude der Gasse.
Ein Muss für die Besucher war auch die Besichtigung des Schlossberges, von dem aus man einen schönen Ausblick über die Stadt hat. Auf einem Sandsteinfelsen ragt die mehr als tausendjährige romanische Stiftskirche wie ein Wahrzeichen über der Stadt. In der Krypta unter dem Hohen Chor befinden sich die Königsgräber des ersten deutschen Königs, Heinrich I. und seiner Gemahlin Mathilde. Im Anschluss an die Führung gab es für alle zwei Stunden Freizeit, um die gemütliche Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder zum Mittagessen einzukehren. Danach ging es mit dem Bus weiter bis nach Derenburg in die Harzkristall Glasmanufaktur, wo Harald Hartje auf Kosten des HGV für die Teilnehmer eine Kaffeetafel organisiert hatte. Nach der Besichtigung der filigranen Glas-Kunstwerke in der Verkaufsausstellung ging es am späten Nachmittag für alle wieder zurück nach Gittelde. „Wir hatten wirklich Glück mit dem schönen Wetter“, so der erste Vorsitzende des HGV Olaf de Vries „und Harald Hartje hat für uns eine sehr schöne Fahrt organisiert“.
Ankunft am Marschlinger Hof in Quedlinburg: 45 Mitglieder und Freunde des HGV erkundeten einen Tag lang die Fachwerkstadt in Sachsen-Anhalt (Foto: Herma Niemann).

Die Stadtbesichtigung führte auch durch den Schuh-Hof, wo auch das denkmalgeschützte Schuhmachergildehaus aus dem 16. Jahrhundert steht (Foto: Herma Niemann).